Visualisieren
Mit unserem bildhaften Vorstellungsvermögen können wir unser Gedächtnis
stützen. Schon Cicero schrieb in seiner Abhandlung "Über den Redner":
"Wir können uns dasjenige am deutlichsten vorstellen, was sich uns durch
die Wahrnehmung unserer Sinne mitgeteilt und eingeprägt hat; der schärfste
unter allen unseren Sinnen ist aber der Gesichtssinn. Deshalb kann man
etwas am leichtesten behalten, wenn das, was man durch das Gehör oder
durch Überlegung aufnimmt, auch noch durch die Vermittlung der Augen
ins Bewusstsein dringt." Und Francis Bacon schrieb: "Das Sinnbild aber
bringt das durch den Verstand Begreifliche oder das Intellektuelle auf
das Sinnliche. Das Sinnliche aber erschüttert das Gedächtnis stärker
und drückt sich leichter in demselben ein als das Intellektuelle, ...
."
Praktisch bedeutet dies sich ein System von Bildern zu schaffen, die
fest im eigenen Gedächtnis verankert sind. Das können ausgewählte Schlüsselbilder
sein oder festgelegte Plätze. Alles was neu eingeprägt werden soll wird
in ein Gedankenbild umgesetzt und mit einem den Schlüsselbildern zu
einem gemeinsamen Bild verknüpft. Das Schlüsselbild dient dann als Aufrufreiz
für das neu Eingeprägte.